Zur Navigation - Zum Inhalt

Content

Neu Zugewanderte, einschließlich geflüchteter Menschen sowie diejenigen die schon länger hier leben und die deutsche Staatsangehörigkeit haben, können an einem Integrationskurs teilnehmen.


Der Integrationskurs besteht aus zwei Teilen mit insgesamt 700 Stunden:

  • Deutschkurs zum Niveau B1 des Europäischen Referenzrahmens für Sprachen (600 Stunden)
  • Orientierungskurs mit einer Einführung in politische, gesellschaftliche und historische Rahmenbedingungen der Bundesrepublik Deutschland (100 Stunden).

Diese Kurse werden als Vollzeit- oder Teilzeitkurse angeboten.

Spezielle Kurse mit insgesamt 1.000 Stunden gibt es für Eltern und Frauen mit Kinderbetreuung weiterhin als Alphabetisierungskurse, als Förderkurse oder als Jugendintegrationskurse für Teilnehmende bis 27 Jahre. Schnell Lernende können ihre Kenntnisse bereits in 430 Stunden erwerben. Je nach Kursart und wöchentlicher Stundenzahl dauert ein Integrationskurs in der Regel zwischen sechs Monaten bis zwei Jahre. Wer die Sprachkursprüfung nicht besteht, kann einmalig die Wiederholung von 300 Stunden beantragen.

Teilnehmende müssen in der Regel einen Eigenbeitrag von derzeit 1,95 Euro/Stunde bezahlen, den Rest zahlt das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF). Ab einer bestimmten Entfernung vom Schulort werden auch die Fahrtkosten übernommen. Über einen Härtefallantrag kann eine Befreiung von den Kosten erreicht werden.

Die Ausländerbehörde stellt einen Berechtigungsschein zur Teilnahme an einem Integrationskurs aus. Unter bestimmten Voraussetzungen können Zugewanderte von der Ausländerbehörde oder vom Jobcenter zur Teilnahme an einem Integrationskurs verpflichtet werden. Kursträger finden Sie unter BAMF.

Bitte beachten Sie: Nicht alle Träger bieten aktuell auch einen Kurs an. Bitte fragen Sie in der Clearingstelle oder beim Träger direkt nach.

Weitere Informationen über Integrationskurse erhalten Sie

  • in der persönlichen Beratung der Kontaktstelle Migration
  • unter www.bamf.de, Menüpunkt Willkommen in Deutschland – Deutsch lernen
    (deutsch, englisch, türkisch, russisch)

Deutschkurse in Ulm

Bei zahlreichen Sprachschulen in Ulm und Umgebung können die Deutschkenntnisse nach dem Integrationskurs weiter verbessert werden. Diese Kurse müssen Sie in der Regel selber bezahlen. Erwerbstätige, die mindestens 15 Stunden in der Woche arbeiten und bestimmte Einkommensgrenzen nicht überschreiten, können unter Umständen die sogenannte Bildungsprämie in Anspruch nehmen. Weitere Informationen zur Bildungsprämie.

Ab Sprachniveau B1 gibt es inzwischen über das "Gesamtprogramm Sprache" eine Vielzahl von berufsbezogenen Deutschangeboten. Informationen hierzu, vor allem wer die Kurse in Anspruch nehmen kann, erhalten Sie über die Agentur für Arbeit beziehungsweise das Jobcenter oder die Beratungsstellen für die Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse.

Sofern keine andere Fördermöglichkeit besteht, bezuschusst die Stadt Ulm für Inhaberinnen und Inhaber der Ulmer Lobbycard die Teilnahme an Sprachkursen (teilweise mit Eigenbeitrag).

Für Geflüchtete gelten zum Teil eigene Bestimmungen. Näheres hierzu unter www.fluechtlinge.ulm.de  Die Ulmer Stadtbibliothek bietet Sprachkurs-Pakete zum Ausleihen an (Buch, CD etc.). Inzwischen gibt es auch zahlreiche Online-Angebote.

Nähere Auskünfte zum Thema "Sprache" erhalten Sie bei der Kontaktstelle Migration oder bei der Agentur für Arbeit/Jobcenter.

Kontaktpersonen

 

Petra Pfister
Tel. +49 731 161-5614
Fax +49 731 161-1680 

p.pfister@remove-this.ulm.de

 

Eva Tsobanidis
(
Sprachkurse für Flüchtlinge)
Tel. +49 731 161-5613
e.tsobanidis@remove-this.ulm.de